EUREGIONALER ERINNERUNGSKULTURELLER JUGENDDIALOG 2019/2020 (D/NL/B)

EUREGIONALER ERINNERUNGSKULTURELLER JUGENDDIALOG 2019/2020 (D/NL/B)

Projektlaufzeit: Mai 2019 – Februar 2021

2019/2020 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 75. Mal. Dies ist der Ausgangspunkt für ein grenzüberschreitendes Jugendprojekt der NS-Dokumentation Vogelsang, an dem Klassen und Kurse von acht Schulen aus der Grenzregion Belgiens und Deutschlands teilnehmen:

Anne-Frank Gesamtschule, Düren | Anne-Frank-Gymnasium Aachen | Hermann-Josef-Haus Urft, Private Katholische Förderschule | Gesamtschule Eifel | Gesamtschule Euskirchen | Königliches Athenäum Sankt Vith | Städtisches Gymnasium Herzogenrath | Zentrum für Förderpädagogik, Eupen

Gemeinsam mit den teilnehmenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen bearbeiten wir die folgenden Fragestellungen: Wie möchten wir die Erinnerungskultur(en) zum Nationalsozialismus in der Gegenwart und in Zukunft gestalten? Woran genau und wie möchten wir uns erinnern? Kann es auch gemeinsame, grenzüberschreitende Erinnerungskulturen in der Euregio geben?

Wir kommen miteinander ins Gespräch über die Bedeutung und Nachwirkungen des Nationalsozialismus, werfen einen Blick auf transnationale Geschichten sowie Erinnerungspraktiken und tauschen uns über verschiedene erinnerungskulturelle Fragestellungen und Perspektiven aus. Konkret befassen wir uns dabei u.a. mit der Geschichte der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang sowie (Mit-)Täterschaft im Nationalsozialismus und sprechen über heutige Umgangsweisen mit Orten und Geschichten der NS-Zeit im euregionalen Kontext.

Der Bildungspartner-Tag in Vogelsang IP im November 2019 unter dem Titel „Der 8.Mai – und ich?!?“ war die Auftaktveranstaltung des Projektes. Ein projektbegleitendes Materialienangebot dient der Vernetzung, Vertiefung und Erweiterung der inhaltlichen Erkenntnisse und als weitere Impulse für eigene Projektbeiträge der Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

In einem weiteren Schritt finden zwischen Februar und November 2020 die neu entwickelten projektbezogenen Bildungsformate in Vogelsang IP statt. Dafür sind (teilweise) Schüler*innen mehrerer unterschiedlicher Klassen / Kurse zeitgleich vor Ort, um Austausch und Begegnung der Teilnehmenden verschiedener Schul(form)en und Landeszugehörigkeiten zu ermöglichen.  

Die Abschlussveranstaltung des Projektes findet am 09. November 2020 statt, dem 82. Jahrestag der staatlich legitimierten und organisierten Gewalttaten gegen die jüdische Bevölkerung in Deutschland. An diesem Tag wird die Ausstellung „Gerettet – auf Zeit. Kindertransporte nach Belgien 1938/1939“ des Lern- und Gedenkorts Jawne eröffnet, die im Rahmen des Projektes vom 09.11.20 bis zum 29.01.21 in Vogelsang gezeigt wird.


Die Ausstellung erzählt nahezu unbekannte Rettungsgeschichten und außergewöhnliche Lebenswege von etwa tausend jüdischen Kindern, die in den Jahren 1938 und 1939 aus dem gesamten damaligen Deutschen Reich der Ausgrenzung und Verfolgung durch die Nationalsozialist*innen entkamen. In 17 Kindertransporten wurden sie nach Belgien in Sicherheit gebracht – eine nur vorläufige Sicherheit, wie sich spätestens nach der deutschen Besetzung Belgiens im Mai 1940 herausstellte. Möglich wurden die Transporte der Kinder durch das außergewöhnliche Engagement vieler Organisationen und Individuen in Belgien und im ehemaligen Deutschen Reich.

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Aufgrund der Covid-19-Pandemie kommt es zu einigen notwendigen Anpassungen im Projektverlauf. Ursprünglich war die Abschlussveranstaltung als „Vogelsanger Jugenddialog“ für den 08. Mai 2020 geplant.

 

Kontakt:

Eva-Maria Krane
fon +49 (0)2444 91579-125 | eva.krane@vogelsang-ip.de

Akademie Vogelsang IP | NS-Dokumentation Vogelsang
Vogelsang IP gemeinnützige GmbH
Vogelsang 70
53937 Schleiden
GERMANY

www.vogelsang-ip.de




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